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Deutschlands Automesse in Frankfurt öffnet bald ihre Tore. Rechtzeitig zum Start haben auch Umweltverbände Proteste angekündigt. Die IAA bemüht sich um Wandel, der Umstieg auf E-Autos läuft – aber nur langsam.

 

Die immer heftiger geführte Klimadebatte bringt die Autoindustrie ins Schwitzen. Die in einer Woche beginnende Automesse IAA in Frankfurt läuft deshalb dieses Mal anders als bisher. Denn die wachsende Protestbewegung für Klimaschutz will der Branche mit eigenen Aktionen gehörig auf die Füße treten. Die Aktivisten fordern das Aus für den Verbrennungsmotor – und zwar sofort. Der Umstieg auf Elektroautos läuft auch schon seit Jahren. Doch es wird noch lange dauern, bis das Autoland Deutschland mit rund 65 Millionen Fahrzeugen und seiner wichtigsten Industrie mit 830.000 Arbeitsplätzen Benzin und Diesel in Motoren hinter sich lässt.

„Automobilhersteller und Politik sind jetzt enorm unter Druck, die Gesellschaft fordert viel größere Anstrengungen für Klimaschutz“, sagt Stefan Bratzel, Chef des Center of Automotive Management von der Fachhochschule Bergisch Gladbach. Das hätten noch nicht alle begriffen. Und Christoph Stürmer, Autoexperte der Unternehmensberatung PwC ist sich sicher: „Die Technologie der Verbrennungsmotoren wird spätestens 2025 ihren Zenit überschritten haben. Sie wird dann immer unattraktiver für den Neufahrzeugmarkt, denn die Käufer wollen sich keine Autos mehr mit einer auslaufenden Technologie anschaffen“. Für die Hersteller werde es dann unrentabel, Verbrenner anzubieten, denn mit schwindender Nachfrage können die Fabriken nicht mehr ausreichend ausgelastet werden.

Die Branche sagt, sie habe sehr wohl verstanden. Die Hersteller und Zulieferer aus Deutschland pumpen in den kommenden drei Jahren 40 Milliarden Euro in die E-Mobilität. Mit ihren Kritikern suche die Industrie den Dialog, erklärte der Chef des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Bernhard Mattes. „Wir wollen die individuelle Mobilität der Zukunft gemeinsam gestalten, wir wollen sie nicht abwürgen.“ Mit 800 Ausstellern – einem Fünftel weniger als 2017 – kämpft die IAA zudem mit Bedeutungsverlust. Neue Konzepte mit mehr Foren zu Austausch und Testfahrmöglichkeiten sollen den Trend umkehren.

Nicht nur die Aussteller sind in den letzten Zügen mit ihren Vorbereitungen für die vom 12. bis 22. September laufende Schau. Auch die Klima-Aktivisten rüsten sich. Unter dem Motto „Aussteigen“ ruft ein Bündnis von Umweltverbänden am Samstag, dem ersten Publikumstag, zu einer Demonstration auf. Andere planen Blockaden direkt vor den Toren der IAA. Die Polizei ist auf Überraschungen gefasst. „Betrügerische Autokonzerne feiern dort ihre dicken SUV und Spritschlucker“, werfen die Protestierer der Branche vor - und fordern die Umstellung auf kleine Elektroautos, den Ausbau von Bahn und Bus sowie Vorrang für Fußgänger und Radfahrer.

Quelle: https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/iaa2019/automesse-kann-ein-grueneres-image-die-iaa-wieder-attraktiver-machen/24973502.html

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